Nicht nur die «stillen Schaffer» geehrt



Cordulafeier Verdienstvolles Wirken gewürdigt und Andrea Wehrli zur «Cordula 2002» gekürt


Mit einer würdigen Cordulafeier hat die Spanischbrödlizunft Baden desjenigen Tages gedacht, an dem kriegerische Zürcher Eindringlinge heldenhaft aus der Stadt vertrieben wurden.
Wetterglück, eine herrliche, auch technisch perfekt organisierte Kulisse und ein grosses Publikum waren der diesjährigen Cordulafeier - der 39. der Neuzeit - beschieden. Geehrt wurden acht Personen sowie eine Gruppe, die sich um das öffentliche Leben in der Stadt in irgendeiner Weise verdient gemacht haben. Eigentlich pflegt die Zunft stille Schaffer zu ehren. Für einmal figurierte auch eine laute Gesellschaft unter den Würdenträgern. Der Bloser-Clique wurde damit ihr 50 Jahre langes kakofonisches Wirken zur Fasnachtszeit verdankt.


Festzug und würdevoller Ehrenakt


Angeführt von den Tambouren und eskortiert von der Ehrenwache begab sich der Festzug vom Stadthaus zum Cordulaplatz. 
Dieses Jahr war es die Harmoniemusik Rohrdorf, die den musikalischen Part glänzend bestritt. 

Sie überraschte unter anderem mit dem «Badenfahrt-Marsch 1947», den sie eigens für diesen Abend eingeübt hatte. Ergänzt wurde ihr blasmusikalisches Wirken - was angesichts der Ehrengästeliste auf der Hand lag - natürlich von der Bloser-Clique.
Nachdem der Brödlimeister die Festgemeinde begrüsst und der Herold in gewohnter Manier den Schlachtbrief des Tages zu Sankt Cordula im Jahre 1444 verlesen hatte, wartete man gespannt darauf, was die historischen Gestalten Klingelfuss und Silbereysen an neustem Stadtklatsch zu bieten hatten (siehe unten). Sie erfreuten mit ihrem hervorragend präsentierten Dialog und hatten mehrfach die Lacher für ihre Spitzen auf ihrer Seite. Die Spannung stieg wiederholt Mal, als die Kutsche mit der neuen Cordula vorfuhr. Tony Stalder, Chef der städtischen Abteilung Liegenschaften, durfte sie dem Volk präsentieren: Andrea Wehrli, bekannte Jungbadenerin aus ebenso bekannter Gewerbefamilie, Jungpolitikerin und engagierte Fasnächtlerin, entstieg. Sie darf auf Lebzeiten den Namen Cordula als zweiten Vornamen tragen, muss aber innerhalb der Spanischbrödlizunft auch Aufgaben übernehmen. Die erste war es sodann, den Geehrten die Ehrengaben zu überreichen. Deren Schaffen wurde vom Herold gewürdigt, und der Zunftpoet verlas den für jeden Ehrengast auf den Leib geschmiedeten Vers dazu.Auch das «gemeine Volch» kam nicht zu kurz. Traditionsgemäss durfte dieses an den Brot- und Weingaben teilhaben, welche die Brödliräte und die Pagen unter ihnen verteilten. Den feierlichen Abend beendete die Ehrengesellschaft anschliessend im «Du Parc», womit eine weitere gelungene Auflage einer würdevollen und herzlichen Cordulafeier der Vergangenheit angehört. (-rr-) 

 

Bericht aus der AZ vom 25.10.2002

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos

     

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